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Der Kulturkreis Sachsenberg lädt zu der Ausstellung "Vor–Gestellt" der Künstlerin Marie-Luise Stötzel am Samstag den 11. Juni 2016 um 14 Uhr ins Kulturhaus in Sachsenberg ein. Von 16 bis 17 Uhr regt uns Marie-Luise Stötzel an, Sachsenberg über Frottagen zu erkunden. Frottagen sind Abreibungen von Oberflächen, ähnlich wie wir es in der Kinderzeit mit Münzen gemacht haben. Die anschließende Ausstellung der Arbeiten soll uns unerwartete Blickwinkel und Strukturen von Sachsenberg zeigen.

Frau Stötzel wuchs in Louisendorf und Haine auf, legte ihr Abitur an der Edertalschule in Frankenberg ab und arbeitete, wie ihr Vater Hans-Josef Fiebig, als Lehrerin. Von ihm wurde sie schon früh an verschiedenste Kunstrichtungen und Maltechniken herangeführt. Sie arbeitet heute in Acryl-, Öl, Aquarell- und Mischtechnik, seltener mit Blei- und Buntstiften. Das genaue Hinsehen ist ihre Passion. Sie möchte Alltägliches, oft Übersehenes neu entdecken, scheinbar unwichtigen Gegenständen durch ihr harmonisches oder spannungsvolles Verhältnis zu den Nachbarstrukturen Würde verleihen. Es ist für sie ein sinnliches Vergnügen, mit Pinsel, Farben und Stiften neue Blickwinkel zu entdecken und Ideen in Bilder zu fassen.

Indem sie ihre Bilder ausstellt, möchte sie die unscheinbaren Dinge ins Blickfeld rücken und für sie den ihnen gebührenden Respekt einfordern. Von 1993 bis 2015 malte Marie-Luise Stötzel regelmäßig mit Gleichgesinnten im Atelier der Leipziger Künstlerin Marlene Lipski. Marie-Luise Stötzel ist Mitglied im Hamaland-Kunstkreis und Mitbegründerin der Raesfelder Künstlergruppe "dasselbe anders".

Seit 1995 stellt sie regelmäßig in öffentlichen Gebäuden aus, so zum Beispiel auch im Bad Hersfelder Stadtmuseum gemeinsam mit ihrer ebenfalls künstlerisch aktiven Schwester die Ausstellung „Zwei Frauen“. Beide sind uns auch als Teilnehmerinnen des Frankenberger Kunstmarktes in der Vorweihnachtszeit bekannt.

Am 11. Juni wird uns die Künstlerin durch ihre Ausstellung führen. Während des Kaffeetrinkens unterhält uns die örtliche Trommelgruppe um Barbara Wachtendorf „I si a Moyi“. Dieser Name stammt aus der Malinkesprache und bedeutet "Sie sollen es hören". Die Ausstellung von Marie-Luise Stötzel ist nach Absprache mit Dorli Rauch, Tel. 0173-7552367 und 06454-557, bis zum 17. Juli zu sehen.