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Im Jahr 2015 war das Jahr des Dachausbaus. Nach Abschluss der Arbeiten erstrahlt das stark mitgenommene Dach des Kulturhauses nun denkmalgerecht in neuem Glanz und soll mit einer großen Lie- und Erna Thelier-Ausstellung wieder eröffnet werden.

So lädt der Kulturkreis Sachsenberg alle Interessierten am Samstag, den 7. Mai 2016 um 15 Uhr zur Ausstellungseröffung ins Kulturhaus in der Kirchstraße ein. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung mit Geschichten und Berichten gibt es in der Scheune einen gemütlichen Kaffeenachmittag zum Plaudern.

Am Sonntag, den 8. Mai findet ab 15 Uhr in der Kulturhaus-Scheune eine gemeinsamen Ausmalstunde für Jung und Alt statt. Gemeinsam wollen wir Mandalas entwerfen und ausmalen. Mandalavorlagen werden gestellt, Buntstifte oder/und Filzstifte müssen mitgebracht werden. Weitere Kosten entstehen nicht. Eventuelle Spenden sind willkommen. 

Erna Thelier war durch ihren Vater Herrn Brodowski auf unser Städtchen Sachsenberg aufmerksam geworden und hat sich gleich in den Ort und die Umgebung verliebt, so dass sie mit ihrem Mann Lie ein Haus oberhalb des Hauses, das ihr Vater für seinen Alterssitz erworben hatte, als Ferienort kaufte. Viele Male war das Ehepaar Thelier zum Urlauben und Malen hier. Im Ruhestand zog Erna Thelier ganz nach Sachsenberg. Ihr Mann Lie, der 18 Jahre älter war als sie, war zwischenzeitlich verstorben. Das gemeinsame Familiengrab befindet sich auf dem Sachsenberger Friedhof.

Erna Thelier genoss viele Jahre die Stille hier und das künstlerische Arbeiten in der Natur rund um Sachsenberg und in ihrem Atelierhaus in ihrem Garten. Breite Lavendelrabatten erinnerten sie hier an die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann in Frankreich. Als sie wegen Ihrer fortschreitenden Erblindung nach Marburg in ein Altenheim zog, hielt sie weiterhin engen Kontakt zu Sachsenberg. So unterstützte sie maßgeblich den Ausbau des mit Hilfe der Zuwendungen der damaligen Sachsenberger Apothekerin Heidi Reuter erworbenem, baufälligen Hauses in der Kirchstraße.

Erna Thelier und Hans PapenfußIhr Wunsch war, dass das gemeinsame Lebenswerk der Theliers hier eine dauerhafte Bleibe findet und nicht in die weite Welt verstreut wird und somit letztlich unterginge. Hans Papenfuß, der zwischenzeitlich wieder in seine Heimatstadt Frankenberg gezogen ist, hielt in dieser Zeit engen Kontakt und besprach mit ihr die einzelnen Baumaßnahmen, die ohne ihre Zuwendungen und die des Denkmalamtes sowie der Mithilfe von "Arbeit und Bildung" über ihren damaligen Anleiter Bernd Saalfrank nicht möglich gewesen wären. Viele ihrer Bilder und ihres Mannes überließ sie dem Kulturkreis Sachsenberg. Dieser richtete einen "Erna und Lie-Raum" im 1. Stock des Hauses als Dauerausstellungsraum ein. Der untere Raum, Flure und Scheune dienen wechselnden Ausstellungen, um immer wieder neu Interesse und Aufmerksamkeit zu wecken.