RocketTheme Joomla Templates

Foto: Dennis Schmidt, WLZ/FZAm 2. April 2011 lädt Frank Wendzik als frisch gebackener Großfeuerwerker zu einem kostenlosen, öffentlichen Feuerwerk an der Knöchelhalle in Sachsenberg ein. Ab 19:00 Uhr gibt's kühle Getränke und Gegrilltes und ab ca. 21:40 Uhr läßt Frank es krachen. Die Gäste erwartet ein professionelles Feuerwerk zum Nulltarif!

Lest hierzu auch den Artikel von Dennis Schmidt (WLZ/FZ) ...

Es ordentlich krachen lassen – das liegt bei Frank Wendzik in der Natur der Sache. Am 2. April lädt der frisch gebackene Großfeuerwerker an der Knöchelhalle zu einer ganz besonderen Veranstaltung ein.

Der Himmel wird taghell. Und die Effekte, die Frank Wendzik zwischen 21.40 Uhr und 22 Uhr in die Luft schickt, werden für einige „Ohs“ und „Ahs“ beim Publikum sorgen. Der Sachsenberger hat im vergangenen Jahr eine Berechtigung für Großfeuerwerke bekommen. Um den Schein abzuschließen, veranstaltet er Samstag in einer Woche ein Höhenfeuerwerk. Mit den bunten Fontänen und Böllern, die man aus dem Supermarkt kennt, hat das Ganze wenig zu tun. Der Ablauf des Feuerwerks ist penibel durchgeplant. Elektrisch zündet Wendzik die verschiedenen Elemente.

In Kontakt zu seiner neuen Passion kam Wendzik bei der Bundeswehr. Für die Fernsehsendung Galileo ließ er gemeinsam mit seinem Ausbilder Christoph Jarkow aus Bad Wildungen Autos explodieren. „Wir sind dabei vielen Irrtümern auf den Grund gegangen. Beispielsweise haben wir geschaut, was passiert, wenn man mit einer Pistole auf eine Gasflasche schießt“, erinnert er sich und schiebt die Antwort gleich hinterher: „nichts.“Interesse an diesem Gewerbe bestand schon lange: „Ich habe dann beschlossen: Das mache ich auch.“ Ein Attest vom Arzt und die Unbedenklichkeitsbescheinigung waren auf dem Weg zum Zündstoffexperten noch die geringsten Hürden. Aufwendiger war es, 26 Großfeuerwerke zu betreuen. „Ich war beim Aufbau und bei der Durchführung dabei. Das bedeutet meist stundenlange Vorbereitung“, erzählt der 33-Jährige.Vor allem aus Bad Wildungen und Willingen erhielt er bei seinem Vorhaben viel Unterstützung. Einige „Lehrgänge“ besuchte Wendzik zudem in München. Rund 15 000 Euro hat Wendzik für die Berechtigung aufgebracht. „Ich könnte meinen Schein auch damit abschließen, dass ich eine ,Bom-be‘ zünde und dann mit Sekt anstoße.“

Doch nach der langen Wartezeit will es Wendzik endlich wissen. Polizei und Stadtverwaltung sind verständigt. Am Samstag baut Wendzik mit weiteren Helfern die „Bomben“, Boxen, Rohre und die Zündanlage auf. Wie bei den meisten „Einsätzen“ steht ihm Lebensgefährtin Tine Hürthen aus Gummersbach zur Seite. Das Feld nördlich der Knöchelhalle ist am Abend für Besucher gesperrt. Die Choreografie des Abends hat Wendzik bereits aufgestellt. In welcher Reihenfolge die Effektsterne names „Päonie“, „Sonnenblume“ oder „Chrysantheme“ und „Multiflash“, „Elfenstaub“ oder „Rainbow“ in den Himmel stürmen und für den ein oder anderen Aha-Effekt sorgen, ist genau ausgeklügelt.Die Acht-Zoll-Stutata spielt im Vorfinale und bei der Zugabe keine ganz unwesentliche Rolle. „Die gönne ich mir“, strahlt Wendzik angesichts des stattlichen Böllers und hofft auf „große Freude bei den Leuten“. Er wird sie ganz sicher haben.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, gegen 21.40 Uhr soll das Feuerwerk beginnen. Für Essen und Getränke ist gesorgt, die Knöchelhalle geöffnet.

Von Dennis Schmidt, WLZ/FZ